Von Miley Cyrus bis Prinz William: Nicht nur Kinder lieben „Loom Bands“

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Von Miley Cyrus bis Prinz William: Nicht nur Kinder lieben „Loom Bands“

Die Jugend von heute bastelt wieder: Der Trend, der momentan die Schulhöfe und Kinderzimmer dominiert heißt "Loom Bands". Gemeint sind kunterbunte, selbst-geknüpfte Armbänder, die auch vor der Promi-Welt nicht Halt machen.

Eltern beklagen gerne, dass ihre Kinder heutzutage faul und unkreativ sind. Smartphones, Laptops und Tablets dominieren den Alltag unserer Jüngsten. Umso verwunderlicher ist es, dass ein simpler DIY-Trend aus den USA gerade die Kinderherzen auf der ganzen Welt erobert hat. „Loom Bands“ heißen die bunten Armbänder, mit denen auch schon der ein oder andere Promi gesehen wurde.

Sofort fühlt man sich in seine Kindheit zurück versetzt, als in der großen Pause aus bunten Wollfäden oder kleinen Perlen Freundschaftsarmbänder geknüpft wurden. Einziger Unterschied ist heute das Material: Die Trend-Stücke werden aus herkömmlichen Haushalts-Gummis geknüpft. Die „Loom Bands“ sind unaufhaltsam: Mittlerweile werden längst nicht mehr nur Armbänder, sondern auch kleine Figürchen oder ganze Kleidungsstücke geknüpft.

Vom Kinderspielzeug zum Promi-Liebling

Mittlerweile sind die kultigen Bändchen schon ganz oben angekommen: Promis wie David Beckham (39) tragen die „Loom Bands“. Das verwunderliche daran ist, dass es sich nicht um eine teure Uhr oder Tasche handelt. Die Gummi-Accessoires sind sehr billig – und trotzdem ein prominenter Hingucker. Miley Cyrus zelebrierte ihre Loom-Liebe mit diversen Instagram-Posts. Auch die britischen Royals zeigen sich wider Erwarten mit den bunten Plastik-Bändchen am Arm: Sowohl Trendsetterin Kate Middleton (32) und Ehemann Prinz William (32) als auch Camilla Parker Bowles (67) outen sich als „Loom Bands“-Liebhaber.

Maschinenbauer aus den USA hat die Bändchen berühmt gemacht

Wie viele Trends kommen die bunten Armbänder aus den USA. Der Maschinenbauer Cheong Choon Ng (45) aus der Nähe von Detroit entwickelte – inspiriert von der Handfertigkeit seiner Töchter – einen speziellen Webrahmen (auf englisch „loom“) für die Gummi-Bänder. Ein Trend war geboren: Dank YouTube feierten die „Rainbow Loom Bands“ bereits 2013 große Erfolge und werden heute von Kindern auf der ganzen Welt geknüpft. Erfinder Choon Ng ist heute ein reicher Mann. Wie das UK-Portal „Mirror“ berichtete, ist seine Firma „Rainbow Loom“ bereits 80 Millionen Pfund wert.

Im Internet können Bastelfreunde und solche, die es werden wollen, praktische Starter-Sets für wenig Geld bestellen. Diese beinhalten hunderte kleine, bunte Gummis und den speziellen Webrahmen. Anleitungen gibt es zu Hauf im Internet auf YouTube und Co. oder in entsprechenden Ratgeber-Büchern. Das Geheimnis der „Loom Bands“ liegt wohl in der kinderleichten Einfachheit: Die Accessoires können in verschiedenen Mustern geknüpft werden, durch unterschiedliche Farbkombinationen kommen auch kreative Köpfe auf ihre Kosten.

Kinder knüpfen – Umweltschützer warnen vor den Folgen

Was für Kinder momentan pausenfüllende Lieblingsbeschäftigung ist, bedeutet für Umweltschützer nichts Gutes: Die bunten Armbänder bestehen aus Silikon, das nicht abgebaut oder gar recyclt werden kann. Jeder Hype hat ein Ende: Umweltschützer und Aktivisten machen darauf aufmerksam, dass früher oder später auch die „Loom Bands“ im Mülleimer landen. In den USA gibt es jetzt sogar eine Online-Petition, die verlangt, dass die Produktion verboten werden soll. Und zwar solange, bis die Bänder nur noch aus umweltfreundlichen Materialien hergestellt werden.