Revolverheld setzen sich für mehr Sicherheit auf den Straßen ein

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Revolverheld setzen sich für mehr Sicherheit auf den Straßen ein

Ihren neuen Clip zu "Deine Nähe tut mir weh" widmen Revolverheld einem ernsten Thema: Zusammen mit Regisseur Kim Frank und der Deutschen Verkehrswacht warnt die Band vor den Folgen, die das Fahren unter Alkoholeinfluss haben kann.

Manchmal geht es um mehr als nur um Musik: Statt einem normalen Videoclip präsentieren die Pop-Rocker Revolverheld zu ihrer neuen Single „Deine Nähe tut mir weh“ zusammen mit der Deutschen Verkehrswacht einen bewegenden Kurzfilm, der für das Thema „Alkohol am Steuer“ sensibilisieren soll. „Es wird immer noch unterschätzt, welche Folgen Alkoholkonsum im Straßenverkehr hat. Man überschätzt die eigenen Fähigkeiten und setzt sich nach dem einen oder anderen Drink dann doch ans Steuer“, erklären die Bandmitglieder der Nachrichtenagentur spot on news. Diese Folgen zeigt Regisseur Kim Frank am Beispiel eines jungen Pärchens, das nach dem Abiball auf einer Landstraße verunglückt.

Das schwere Leben mit den Unfallfolgen

Der Clip begleitet Hanna (Maria Dragus), die damit leben muss, dass ihr Freund Jaan (Theo Trebs) seit dem Unfall im Koma liegt. Von Frank stammt auch das Konzept des Videos: „Als ich die ersten Zeilen des Songs gehört habe – ‚Ich kenne jeden Deiner Atemzüge, nichts an Dir ist fremd, es gibt wohl niemanden, der Dein Leben besser kennt‘ – hatte ich das Bild vor Augen, wie eine junge Frau am Bett eines im Koma liegenden jungen Mannes sitzt“, berichtet der ehemalige Echt-Frontmann, der seit 2009 professionell Musikvideos dreht. „Von da habe ich weiter überlegt, wer die beiden sind und wie es zu dieser Situation gekommen sein könnte.“ Seine Idee war es auch, die Deutsche Verkehrswacht als Partner für das Projekt an Bord zu holen.

Für Revolverheld und Frank war das Video auch eine willkommene Gelegenheit, endlich zusammenzuarbeiten: „Wir kennen Kim schon recht lange und sind von seiner Arbeit als Regisseur begeistert“, erklärt die Band. „Er geht das Thema Musikvideo auf eine unkonventionelle Art und Weise an. Kim dreht eher kleine Filme als typische Musikvideos. Das gefällt uns und der Wunsch, zusammenzuarbeiten, war schon länger da.“ Das Ergebnis spricht für sich, Frank überträgt den Song „Deine Nähe tut mir weh“ gekonnt auf eine neue Bedeutungsebene. Das war auch ganz im Sinne von Revolverheld: „Wir hatten Lust, dem Song eine andere Ebene zu geben. Wir wollten nicht das typische Liebesvideo drehen, nicht eins zu eins den Text umsetzen.“

Video soll zum Nachdenken anregen

Nun hofft die Band, dass die Botschaft des Clips auch ankommt: „Wenn der eine oder andere einmal mehr überlegt, bevor er nach einer Party unter Alkoholeinfluss ins Auto steigt, ist schon viel erreicht“, so Revolverheld. „Es gilt halt als cool, auf Partys Alkohol zu trinken, aber die Verantwortung sich und anderen gegenüber wird oft einfach weggeschoben. Wie einschneidend das für ein Leben sein kann, sieht man nicht nur in unserem Video.“

Regisseur Frank will sich dabei gar nicht so sehr auf das Thema Alkohol festlegen: „Eher ging es mir um Unaufmerksamkeit am Steuer. Mehr als die Hälfte aller Unfälle in Deutschland passiert auf Landstraßen. Der Grund dafür kann unmöglich sein, dass alle betrunken waren. In meiner Vorstellung muss Unkonzentriertheit ein weitaus häufigerer Grund sein.“ Doch egal, ob es nun um Alkohol oder Unachtsamkeit geht – es wäre in jedem Fall zu wünschen, dass das Video bei den Fans etwas bewirkt.