„Nymphomaniac“ floppt in den USA

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„Nymphomaniac“ floppt in den USA

Ein kontroverser Film wie "Nymphomaniac" ist ohnehin alles andere als Blockbuster-tauglich - ganz besonders in den USA. Doch Lars von Triers aktuelles Werk bleibt noch weit hinter den Erwartungen zurück.

Dass Lars von Triers neuester Skandalfilm „Nymphomaniac“ in den Vereinigten Staaten nicht nur auf Gegenliebe treffen würde, war absehbar. Allerdings sind Kontroversen normalerweise immer auch gut für das Geschäft – doch „Nymphomaniac“ wird vor allem mit Desinteresse abgestraft. Den ersten Zahlen nach könnte der erste Teil des Streifens, der in 16 Kinos startete, an seinem ersten Wochenende unter 110.000 US-Dollar einspielen, berichtet „The Hollywood Reporter“. Im Schnitt wären das unter 7.000 Dollar pro Kino. Am besten würde „Nymphomaniac“ noch in New York und Los Angeles laufen.

Zum Vergleich: Von Triers letzter Film „Melancholia“ spielte 2011 beim Start in 19 Kinos 257.174 Dollar ein, und damit pro Kino 13.535 Dollar. Dessen Vorgänger „Antichrist“ lief 2009 sogar nur in sechs Lichtspielhäusern an, und brachte es mit im Schnitt je 11.900 Dollar immer noch auf insgesamt 71.397 Dollar. „Nymphomaniac“ ist in den USA bereits seit Anfang März als Video on Demand erhältlich, der zuständige Verleih Magnolia hält die Zahlen hierzu noch unter Verschluß. Ob diese Veröffentlichungspolitik dem Kinostart geschadet hat?