CD-Tipp: Burial – Rival Dealer

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CD-Tipp: Burial – Rival Dealer

Eigentlich wollte der Mann hinter Burial nie seine wahre Identität preisgeben. Dann aber wurde das Geheimnis selbst so sehr gehyped, dass er es einfach lüftete. Seine Bewunderer schwärmen seitdem aber nicht weniger. Auch seine neue EP "Rival Dealer" ist wieder eine betörende Mischung aus Ambient und Electronica, die über düsteren Wolken schwebt.

Seit Jahren ranken sich Geheimnisse um dieses Wesen: Burial. Schon sein außergewöhnliches Debütalbum machte ihn in Great Britian zur Berühmtheit, damals wussten nur fünf Personen, wer hinter diesem Phänomen steckt. Nachdem William Bevan, so sein wahrer Name, der Geheimniskrämerei überdrüssig wurde, postete er ein Bild von sich und hoffte, dass damit der Hype um den großen Unbekannten erledigt wäre.

Das kann man so nicht sagen. Auch sein zweites Album „Untrue“, voller mysteriöser und elektronischer Klänge irgendwo zwischen Ambient, Field Recordings, Dub- und Two Step schürte das Bedürfnis, den genialen Soundfrickler zu enttarnen. Mehr Privates gab er seitdem nicht von sich preis, nur noch mehr Musik. Auf der EP „Rival Dealer“ finden sich nun schlichte drei Tracks, die teilweise über 13 Minuten gehen und mehr denn je über den Wolken schweben.

Atmosphärischer kann Musik nicht sein, auf „Rival Dealer“ gibt sich der Brite mit ehrfurchteinflößender Brillanz sphärischer denn je. In liebevoller Schichtarbeit vermengt Bevan diesmal aggressive Störgeräusche, wunderschöne Melodien, atmosphärische Kassetten- und Plattengeräusche und dunkelsanfte Beats zu einer betörenden Mischung aus Ambient und Electronica. Getreu dem Motto: „Excuse me, I’m lost“.